Mittwoch, November 15, 2006

Denham


(a)Denham liegt, wie sollte es anders sein, am Rande eines NP, den wir wieder einmal nicht befahren können wegen des üblichen Grunds – kein 4 WD.
Leider hat uns am Beginn unserer Reise niemand die Wichtigkeit des 4WD mitgeteilt. Die nächsten Büros der Leihfirmen liegen schon 800 km hinter uns oder aber 2000km vor uns. Die Distanzen sind gewaltig.
In der Nähe von Denham besuchten wir den Shell Beach, einen Strand der nur aus Muschel besteht. X km lang, 100 Meter breit und in meterhohen Wellenformen geschichtete Minimuscheln. Am nächsten Strand konnte wir die erste Lebensform der Erde bewundern – die Stromatoliten – die ersten Bakterien der Erde, die uns den Sauerstoff brachten. Fragt uns bitte nicht, wie dieser Strand geheissen hat.













Jaja, den verdanken wir alles, danke, vielen dank.....und dabei sehen sie so harmlos aus

Kalbarri

Eine kleine Schleife brachte uns nach Kalbarri in den gleichnamigen National Park. Highlight: ein großer Stein mit einem Loch in der Mitte am Rande einer Schlucht, den wir aber nicht besichtigen konnten, weil die Straße nur für 4WD (Allrad) zugelassen ist. Dafür gab’s ein paar Km weiter weg eine "seald" Road ebenfalls an die Schlucht, und die Aussicht war fantastisch.



Diese Schlucht heisst "Eagle Hawk", also, wer findet den Zinken von dem Vogel?










National Parks (ab jetzt nur mehr NP genannt)

Von denen gibt es mehr als genug, OZ ist übersaeht von ihnen, und manchmal gibt’s sicher sogar einen Grund. Meistens unterscheidet sich das Umfeld nicht von dem des NP´s.falls an die Schlucht, und die Aussicht war fantastisch

Rundreise II – der Norden - Pinnacles





(a)Neuer Schwung brachte uns nach ein paar Stunden Fahrt in die „Pinnacles“, eine durch mehreren XX Mio. Jahren durch Verwitterung entstandene einzigartige Gesteinsformation .






Weiter ging’s nach Geraldton, einer GROSSSTADT mit immerhin 35.000 EW das berühmt ist für sein Riff, an denen viele Siedler der 1. Stunde aufgelaufen und untergegangen sind (Faehrst 6 Mon. eingepfaercht auf dem Schiff, Hunger,Durst, Scorbut, siehst endlich die Kueste, dann faehrst auf a Riff auf, gehst unter und ertrinkst. War irgendwie nicht sein Tag). Weiters gibt es ein Denkmal für ein Kriegsschiff, dass im 2. Weltkrieg gegen die Amis in die Schlacht zog und seit dem nichts mehr – incl. Besatzung - von ihnen gehört, gesehen od. jemals etwas gefunden wurde. Und die Amis wissen angeblich von nichts.

Und fast hätten's wir vergessen, die ersten "lebenden" Kangurus. Unerwartet wie der Weihnachtsmann frassen sie friedlich am Strassenrand. Und alles passiert in der "Twilight Zone"

LOOP

Nach insgesamt 2800 km in knapp einer Woche kamen wir wieder in Perth an, um am nächsten Tag den zweiten Teil unserer Rundreise Richtung Norden bis Darwin in Angriff zu nehmen. Direkte Distanz laut Straßenkarte: 4400 km. Uff!!

Rockingham

(e)Da ich noch immer voller Walglueck war, wollte ich unbedingt Delphine sehen. Da Manduhra nicht geklappt hat , entschlossen wir uns eine Delphin Tour in Rockingham zu machen.Unser Skipper fuhr am Beginn unserer Fahrt bei einer Muschelfarm vorbei, holte einen Sack frischer Muscheln an Board und kochte sie während der Tour am Boot. Ebenso wie in Albany werden die Säuger nicht gefüttert od. angelockt. Wer kommen will kann kommen, wer nicht dann eben nicht. Es waren ca. 10 Delphine die uns ziemlich an der Nase herum führten. Sie spielten, jagten Fische und die Männchen bedrängten die Ladies. Es war herrlich…. Und bei der Rückfahrt wurden uns die fertig gekochten Muscheln serviert – Miesmuscheln in Weissweinsauce – einfach köstlich. Ein super schöner Tag!

Augusta – Margaret River - Busselton


(a)Augusta-Highlight: Der Leuchtturm
Weiter in Richtung Margaret River besuchten wir noch 2 (Jewel und Lake Cave) von den insgesamt mehr als 300 Höhlen. Prädikat: sehenswert.
Durch die schöne Weingegend Margaret River ging es nach Busselton: Highlight: ein 2 km langer Steg ins Meer, an dessen Ende ein Unterwasser Observatorium liegt, dass leider wegen schlechter Sicht gesperrt war.
Nun gings dahin, wir hatten unser Tempo gefunden. Das Rezept war einfach: sehr früh aufstehen, damit man weiterkommt. Aber obwohl wir schon um 6.30 Uhr aufstanden und schon nach einer Stunde aufbruchbereit waren, waren wir immer noch die letzten am Carpark.
Tags darauf machten wir eine Delphin-Bootstour durch die Kanäle von Manduhra, der am schnellsten wachsenden Stadt der Welt. Wir sahen viel, nur keine Delphine. Irgenwie wollte die Natur nicht so, wie die Tourveranstalter…

Montag, November 13, 2006

Giant Tree Walk

(a)Tags darauf fuhren wir zum Giant Tree Walk, der durch die Kronen der riesigen Bäume in einer Höhe bis 40 Meter verläuft. Die Bäume können bis 60 Meter hoch werden. Der Steg, auf dem man geht, schaukelt ein bisschen, und so ist der Gang über den Steg mit einem sehr unangenehmen Gefühl verbunden. Eine Pensionistengruppe rannte kreidebleich, am Geländer festhaltend, in Rekordzeit die Runde. Die Aussicht war aber überwältigend.
Gleich gings weiter nach „Pemperton“ (irgendwie hat mich dieser Name die ganze Zeit amüsiert) zum Gloucester Tree. In diesem Wald werden die Giant Trees als Feuerwache umfunktioniert. Es werden in den Baum Eisenstangen versenkt, die als Stufen – ohne Sicherung - in die Baumkrone fuehren, auf der sich eine Aussichtsplattform befindet. Höhe 60 m. Wir kletterten nicht hinauf.
Weiter ging’s durch Weingärten nach Augusta.

Albany


(e)Albany ist berühmt für seine Wale, die in der Bucht vor der Stadt herumschwimmen.
Wir buchten eine Tour auf einem Katamaran. Unser Skipper war ein alter Mann – ein richtiger Seebaer. Er sagte uns, dass Wale einen siebenten Sinn und ein gutes Gedaechtnis fuer ein Boot haetten. Also, wenn ein Boot einen Wal schlecht behandelt, dann wuerden die Tiere das Boot meiden. Er meinte sogar, dass hier und jetzt ein sehr einschneidendes Ereignis stattfinden wird. Fuer manchen waere es sogar lebensveraendernd gewesen. Und so war es dann auch.
Die Wal-Boote in Albany sind berechtigt max. 100 m in die Nähe der Wale zu fahren. Die Saeuger werden nicht angelockt od. gefüttert. Nach einer Zeit sahen wir einige Wale auftauchen und unser Skipper steuerte das Boot immer in die Richtung, die wir ihm nannten. Also, dass lief dann so ab. Ein Passagier: Oh my god! 5 o´clock!!!! Look there are some wales. Oh my god!!! Skipper: How many meters? Passagier: ????? hatte keine Ahnung und rief ihm irgendwelche metrischen Angaben zu. Anfangs waren sie so weit weg von uns, dass wir sie nicht richtig sehen konnten. Man sah Wasserfontänen - mehr nicht.
Ich lief abwechselnd von einem Bug (hab jetzt keine Ahnung, wie die eine Schiffshaelfte vom Katameran bezeichnet wird) zum anderen. Also, staendig links und rechts. In der Mitte des Bootes war ein Netz gespannt und um unserem Skipper die Sicht nicht zu versperren robbte ich oder ging im Hockgang von einer Seite zur anderen. Wir alle hielten Ausschau nach den Riesen, und waren echt enttaeuscht, dass sie so weit weg waren. Ich saß ganz vorne an der linken Katamaranhaelfte – die Kamera griffbereit. Wo waren diese Wale (es waren 3)? Komplett unerwartet tauchte einer von ihnen genau neben unserem Boot - direkt in meiner Hoehe auf. Ich war vielleicht 1 Meter von dem Riesen entfernt und hab voll zum Zittern begonnen. Es war unglaublich schön und ich war voll fertig - Die Begegnung dauerte vielleicht 20 Sek. – aber dieser Moment war unheimlich lange….Bilder sind leider nix geworden, weil wir erstens zu Nahe waren (und ich das Zoom drauf hatte) und zweitens weil ich wirklich voll gezittert hab.





Dieser Stein - ein Wahrzeichen von Albany - hat uns sofort an unseren Maxi erinnert, den wir sehr vermissen.....

Kulinarisches Schmankerl

(e)Arend und ich zogen in Esperance durch die Straßen um uns wieder einmal Fish & Chips einzuwerfen. Ist ja nicht wirklich schwierig zu finden hier.
Da ich ja eine staendig Fragende bin, liess ich mir die Speisekarte von dem netten Australier erklaeren und war komplett ueberrascht, als er mir choco barns erklaerte.
Haltet euch fest: Das Ding hat ungefaehr 3,5 Mio. kal. und ist nix anderes als ein Schokoriegel (Mars, Snickers od. Bounty) das in der gleichen Panier herumgewendet wird, wie der Fish. Paniert wurde der Riegel ungefaehr 3 – 4 Mal und danach ab ins Frittieroel. Nach einigen Minuten hielt er mir voll happy den Barn hin und erklaerte mir, dass das Ding auch noch gesund sei. Den Geschmack beschreib ich euch jetzt nicht – lasst es euch selber auf der Zunge zergehen…..

Esperance

(a)Aufstehen um 7.30 Uhr, und wieder waren wir die letzten. Diesmal mussten wir Duschen –brrrrrrrr. Abfahrt zum Pink Lake, der, wie der Name schon sagt, angeblich Pink ist. Aber nur unter einigen Wenn-Bedingungen. Wenn eine bestimmte Zeit ist, und nur wenn’s die Bakterien freut und diese gamsig sind. Also 2 Wochen im Jahr. Wir hatten nicht das Glueck.
Weiter zum Eleven Mile Beach. Und diesmal das erste WOW!!
Ein Strand mit weißem Sand, blau-türkisem Meer und einer riesigen Sanddüne im Hintergrund und keine Menschenseele weit und breit. Im Sommer ein Surferparadies. Baden konnten wir leider nicht gehen – zu kalt. Weiter zum Nine Mile Beach, der bis auf 2 abgehärtete Surfer genauso menschenleer war wie der erste. So kamen wir nach Esperance, deren Attraktion Robben sind. Jeden Abend kommen sie in die Bucht um zu essen. Also warten wir auf sie. Die Robben hatten heute anscheinend keinen Hunger.
Am nächsten Morgen Regen. Ausflug in den Cape le Grand National Park gestrichen stattdessen Weiterfahrt nach Albany.

Wave Rock

(a)Um 7.30 Uhr wurden wir munter und bemerkten, dass die anderen schon fertig gepackt haben, oder gar schon weg waren. Wir dachten uns nichts dabei. Frühstück, Katzenwäsche – da die Duschkabinen Fenster ohne Glas haben und es zieht wie in einem Vogelhaus, ist das Duschen bei 10° kein Vergnügen.
Der Wave Rock ist eine Steinformation die durch Verwitterung eine 110 m lange und 15 m hohe Steinwelle hervorgebracht hat. Mitten im nirgendwo. Rundherum ein Salzsee und der berühmte australische Busch.
Danach wollten wir weiter über Kalgoorlie nach Esperance fahren und rechneten uns aus, dass der Weg 850 km lang wäre. Also – sorry Kalgoorlie (Sorry Herry) – gestrichen.
Wieder unterwegs bekamen wir die Weite des Landes wirklich zu spüren. Felder, so groß, dass man sie nicht überschauen kann, und Farmen, deren Größe wir nur erahnen können, da wir nur alle 10 – 15 min an einem Haus vorbei kamen, und der Verkehr war ebenfalls ruhig!!! Besten Falles begegneten wir alle 5 Min. einem Fahrzeug. Schlechtesten Falles dauerte es Stunden oder auch mal einen Tag.
Nach 380 km (kurz vor Esperance) checkten wir wieder in einen Carpark ein, da der Tag nur aus Autofahrt bestand und wir schon tod muede waren. Zwischenstand gesichteter Kängurus: Null.

Strassen


(a)Es gibt nur wenige Hauptstraßen, hauptsächlich an der Küste und ein paar wenige, die durchs Landesinnere fuehren. Die 2spurigen Haupstraßen „Highways“ sind so genannte „sealed Road’s“ – d.h. die Straße wird geteert und darauf kommt Splitt, der in den Teer eingewalzt wird. Bundes- oder Seitenstraßen sind 1-spurig, da müssen eben beide in den roten Sand ausweichen, denn ein Roadtrain und ein normaler PKW geht sich nicht ganz aus. Die meisten Straßen Australiens sind aber „Gravel Roads: Sandstraßen mit Waschbrettmuster im Boden, die nur mit Allrad-Fahrzeugen befahren werden sollten.



Endlos lang und leere Strassen

Rundreise 1 - Der Sueden West Australia WA


(a)Nach dem Frühstück ging’s los. Campervan abholen, Gepäck einladen, Essen und Wasser kaufen und bis wir bereit zur Abfahrt waren, war’s schon wieder 2 Uhr.
Unser Plan: erste Station Wave Rock, weiter über Kalgoorlie nach Esperance.
Voller Tatendrang ging’s raus aus Perth – „aufs Land“. Höchstgeschwindigkeit in West Australia (WA) beträgt 110 kmh. Nach einer halben Stunde Fahrt sahen wir endlich Felder und Schafweiden, blühende Wiesen und Farmen. Erster Stopp in York, dessen Hauptattraktion eine Hängebrücke für Fußgänger über den Fluss ist. Wow ..?!?. Weiter ging’s. Nach weiteren 2 Stunden Fahrt kamen wir in die so genannte „Twilight Zone“ die Dämmerung (Abend- u. Morgendämmerung), in der die Kängurus gerne die Straße überqueren. Also - langsamer fahren, aber Känguru sahen wir keines. Um 6 Uhr sahen wir zum ersten Mal einen wunderschönen Sonnenuntergang. Danach wurde es ungewöhnlich schnell finster. Nach den ersten 350 km Fahrt und überrascht von der frühen Dunkelheit suchten wir uns einen Carpark (Caravanpark) um dort Übernachten zu können. Zum Glück konnte uns der Wärter einen Heizstrahler zur Verfügung stellen, denn die Nachttemp. betrug 5°.

Fremantle

(a)Aber zuerst machten wir eine Tour durch Perth und natürlich haben wir Fremantle besucht – ein Vorort am Meer- klein und fein, total nett. Das erste Mal „Fish & Chips“ gegessen, einen kleinen Markt mit echten „Deutschen Würsteln und Sauerkraut“ (haben wir natürlich auch gekostet…naja…) und das Gefängnis besucht. Das Gefängnis wurde in den 90ern geschlossen und ist jetzt für Führungen (sogar manchmal mit Ex-Knackis) geöffnet. Wir hatten eine Night-Tour. Also streiften wir mit Taschenlampen durch die Gänge und kleinen Zellen, und dabei wurden uns Horrorgeschichten der Insassen erzählt …..




Das 1. mal Fish & Chips in Oz

Lange Pause

Sorry für die lange Pause in unserem Tagebuch, aber wir hatten sehr wenig Zeit für sehr viel Land. Und nein, keine Krokos haben uns gefressen, keine Red Back Spiders haben uns (fast) erwischt, und die Haie dürften gerade keine Saison haben……. Somit wuenschen wir euch viel Spass und „No worries“!

Montag, September 11, 2006

Die ersten Tage

(a) Nach einer 19 stündigen Reise von Bali über Singpore – schnell zum Shoppen – in Perth bei 10° angekommen. Für uns sonnenverwöhnten, mit Flip Flops und T-Shirts ausgerüsteten, aus dem warmen „Norden“ kommenden ist das ein Schock. Habe mir am nächsten Tag sofort eine Fliesjacke gekauft um dem Erfrierungstod zu entkommen. Tageshöchsttemp. 16°.


Wir wohnen in einem Backpacker Hostel, eine Art Jugendherberge für alle Altersklassen – die ältesten sind 85+ - mit großen Gemeinschaftsküchen, in denen man selbst kochen kann. So kann man viel Geld sparen, denn die Preise sind ähnlich wie bei uns.

Weiters sehen wir uns gerade nach einem kaufbaren, fahrbaren Untersatz um, das stellte sich als schwierig heraus, da 1. gerade Nebensaison und 2. die Westküste nicht die klassische Touristenroute ist. Haben trotzdem einen Campervan ins Auge gefasst um ihn bei einem urigen austr. Mechaniker – wir verstanden kein Wort, von dem was er uns sagte - überprüfen zu lassen. Nach einer Stunde, als der Besitzer des Vans gerade nicht in Sichtweite war, fing er an mit den Augen zu rollen, den Händen zu wacheln und schüttelte den Kopf, als hätte er einen epileptischen Anfall. Das verstanden wir auch ohne Worte – der Wagen war Schrott.
Da kein anderer Camper für uns brauchbar erschien, entschieden wir uns nach einer Woche der Suche für einen Leihcamper. Abholen – fahren, und wenn er eingeht, ein Anruf genügt und wir erhalten Ersatz. Können ihn einen Tag vor Abflug zurückgeben, und haben weiters keine Probleme mit dem Wiederverkauf. Die beste Lösung bei so kurzer Zeit für so viel Land.

Die Sprache: wir tun uns immer noch sehr schwer mit dem Australisch. Reden sehr schnell, kürzen alles ab und dann kommt noch der Slang dazu ……

Witzig find ich auch, dass hier die Papageien herumfliegen, wie bei uns die Tauben. Laut, frech und verspielt.

Morgen geht’s also los Richtung Süden, eine kleine Schleife und dann Richtung Norden nach Darwin. Von dort Flug nach Alice Springs – Uluru – Flug nach Cairns, weiter mit einem Campervan nach Sydney. So der Plan. Wie’s dann wirklich aussieht werden wir euch natürlich berichten………

Sonntag, September 10, 2006

Australischer Bund (Commonwealth of Australia)

Hauptstadt: Canberra
Groesse: 7.686.850 km²
AUS ist 92 mal so gross wie AUT
Einwohner: 20,3 Mio !!! kein Scherz, es sind nicht mehr
Hauptstadt: Canberra

Waehrung: austr. Dollar ( 1AUS $ = 0,6 €)

Donnerstag, September 07, 2006

Impressionen Bali




Reisfelder vor Palmen und Zimtbäumen -
dahinter die Vulcane










Junger und reifer Reis





Wein unter Palmen, das nützliche mit dem angenehmen verbinden
















Eva's neue Baby........










Anglerglück - ein sichtlich erfreuter Fischer presentiert Stolz seinen Fang - ein Hai















Wollte das Bild eigentlich löschen......

Leben in Bali


Als wir in Bali angekommen sind, sind wir mit den Rucksäcken die Strassen Kutas abgelaufen um ein gutes Hotelzimmer zu finden. Dabei bin ich einige Male in Opfergaben getappt, da ich sie einfach nicht gesehen habe. Ich wusste nicht, dass das üblich ist und entschuldigte mich hundertmal. Mittlerer weile weiß ich, dass überall vor jedem Eingang, mitten auf der Strasse, am Strand – egal wo man ist diese kleinen Geschenkkörbe stehen. Im Laufe des Tages werden sie dann platt gefahren od von Hunden und Katzen geplündert. Jeden Tag werden frische Bananenblätter gefaltet und geklammert um mit Blumen, Keksen, Reis und Räucherstäbchen gefüllt zu werden.


Ein's geht immer noch...



Essen in Bali
1 Euro = 11.100,-- Rupien
Wenn man günstig Essen will, dann kauft man sich einfach beim "BAKSO" Stand eine super gute Suppe. Kostenpunkt: 3.000,-- Rupien, auch zum mitnehmen - im Plastiksackerl!
Der kleine fahrbare Stand ist Standort unabhängig und kann somit alle Strassen abklappern.
Man kann sich Nudeln, Reis, gerösteten Zwiebel, Petersilie, Tofu, Fleischbällchen und Salat und natürlich Chili geben lassen. Wir haben es geliebt.
Super gut schmeckt auch noch gegrillte kl. Hühner Spieße und dann noch gebackene Früchte. Voll lecker.

Übrigens Arend war beim Frisör – sieht nicht einmal schlecht aus.
Kostenpunkt: 20.000,-- Rupien
Für alle Raucher: Marlboro Lights: 7.000,-- Rupien
Bier: Small Bingtang(heimischisches Bier - sehr gut): 7.000,-- Rupien, das grosse 12.000,-

Bedugul


(e) Man wird’s nicht glauben, aber Bali kann einem so richtig die Wetter- Zähne zeigen. Wir sind vom wohlig warmen Meer in die Berge gefahren. Genauer nach Bedugul. Eigentlich wollten wir einen Ausflug zu den Reisfeldern machen, mussten aber auf halber Strecke schon erkennen, dass es echt kalt in Bali werden kann. (Plastiksäcke als Sockenersatz zum wärmen der Füße)


Nach endlos langer Fahrt durch die Berge und auf der Suche nach einer Unterkunft fanden wir in Bedugul ein Hotel. Am Weg gab es zwar einige Hotels, die aber alle aufgrund finanzieller Schwierigkeiten geschlossen waren. Zum Auftauen ließen wir eine halbe Stunde die warme Dusche laufe. Wir standen wie zwei kleine frierende Kinder – hielten uns fest und bewegten uns lange nicht mehr aus dem dampfenden Bad.

Zurück zum Meer
Am nächsten Tag machten wir uns so schnell es ging auf den Weg um wieder ans Meer zu gelangen.
Dabei machten wir die Bekanntschaft von jungen Balinesen, die uns ein bisserl durch die blühenden Kaffeegärten führten und uns Kakao und Papaya Bäume zeigten.


Raetsel: Was ist das??


Am Nachmittag erreichten wir Lovina. Bekannt für Delphine.

(a) Die wir natürlich nicht gesehen haben.
Wir checkten bei einem deutschen Hotelbesitzer ein, der uns am Abend mit selbstgebackenem Brot überraschte. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie toll es ist, nach drei Monaten frisches Brot mit Knoblauch und Butter zu essen. Wir haben drei Tage später noch Knoblauch geschmeckt……

Aufloesung: Zimtnelken kurz nach der Ernte. Sie werden in der Sonne getrocknet (neben der Strasse) um dann das uns bekannte braun zu erhalten. Oben sind lauter Zimtbaeume zu sehen, die in Plantagen in den Bergen angebaut werden.

Amed

(e) Amed und alle übrigen Dörfer schmiegen sich in kleine Buchten, die abends voller traditioneller Fischerboote sind.
















Die Strände in dieser Gegend sind alle voller schwarzem feinem Vulkansand. Da der Vulkansand mit dem Meerwasser vermischt, ist dieser Sand sehr salzhaltig.

In mühsamen Abläufen wird das Salz durch Verdunsten entlang des Strandes gewonnen.

Am Morgen - 0600 - haben wir es tatsächlich geschafft einen Sonnenaufgang in Amed zu erleben.

Am Horizont waren hunderte Fischerboote zu sehen.

Action Motorradstern

(e) Küstenstrasse – meine Idee. Wer schon mal in Kroatien die Küste mit dem Auto abgefahren ist, der weiß, dass Küstenstraßen nicht einmal für den Beifahrer romantisch sind - und die ist harmlos gegen die hier. Wir sind stundenlang auf einer fast einspurigen Strasse rauf und runter gefahren, auf der einen Seite war steil abfallendes Gelände ins Meer und auf der anderen Seite ging’s felsig bergauf. Leitplanken gab’s nur bei den „wirklich“ gefährlichen Kurven. Touristen haben wir während der Fahrt keine gesehen – jetzt weiß ich auch warum.
Auf der Küstenstrasse war ich lange der Fahrer, bis – naja, bis ich beim Schalten auf die Erste nicht vom Gas gegangen bin und erleben durfte, was mit einem Moped geschieht, wenn man diesen Fehler macht (a Willi). Arend wurde als erster abgeworfen und ich kurz darauf. Eigentlich hab ich vorher auf der Strasse nicht wirklich viele Balinesen gesehen, aber nach unserem spektakulären Abstieg waren sicherlich 10 Balinesen da, die sehr, sehr hilfsbereit waren und uns auf die Beine halfen.

Passiert ist nicht viel, außer ein paar kleinen Schrammen. Wir haben wieder alles eingesammelt und zurechtgebogen, ich hab das Fahren für diesen Tag mit weichen Knien und einem schmerzenden Steißbein Arend überlassen und weiter ging’s.

(a) Leider musste ich das surfen in Bali wegen geprelltem Knie vergessen. Aber es geht ja nach OZ (Australien) wo man(n) angeblich fast ueberall surfen kann....

Bali Ausflug II

Padangbai und Candidasa

Wir beschlossen vom Norden in den Osten -> also gegen den Uhrzeigersinn die Insel zu erkunden. Erste Station war Padangbai und Candidasa.
Um etwas vom Land zu sehen, muss man durch die Hauptstadt Denpasar. Das heißt, wenn man hinausfindet, denn die Beschilderung ist erstens meistens hinter Bäumen versteckt. Im letzten Augenblick erhascht man noch einen Blick und das Wissen: Hey, da war wieder ein Schild! Die Info darauf geht natürlich in der Hitze der Moped Abgase verloren.
Und zweitens steht eine Ortschaft angeschrieben, dann heißt das nicht, dass sie weiterhin angeschrieben steht und man sich so orientieren kann. Beim nächsten Schild stehen wieder ganz andere Ortschaften.
Nach einigen Extra-Runden in der Hauptstadt waren wir nach ca. 2 Stunden in Padangbai, wo die Fähre nach Lombok ablegt. Danach ging’s nach Candidasa, wo wir übernachtet haben. Candidasa ist ein kleiner Ort, der ziemlich mit dem Rückgang im Tourismus kämpft. Viele Lokale und alle warten auf Kunden -der Alptraum eines jeden Gastronomen. Wenns hoch kommt, dann haben sich in jedes Lokal zwei Kunden verlaufen.

Ich kann euch die Dörfer nur so beschreiben, dass sie sehr verträumt sind und das totale Gegenteil von Kuta darstellen. Man kann seelenruhig am menschleeren Strand spazieren und den Fischern beim Netz-Auswerfen und Angeln zu sehen.

Amed
Nach einer erholsamen Nacht ging’s weiter Richtung Amed. Auf den Weg dort hin besichtigten wir einen Wasser Tempel in Ujung, der kein Wasser hatte, und einen anderen Wasser Tempel mit Wasser in Amlapura – genauer Tirtaganga (Tirta = heiliges Wasser) ganga (=Ganges in Indien). Mehr als der Wasser Tempel hat mich eine Reisernte beeindruckt, die wir auf den Weg dorthin erlebten. Es war wirklich fürchterlich heiß, aber am Reisfeld waren alle Arbeiter mit langer Hose und mind. Zwei langärmligen T-shirts unterwegs. Der Reis wurde abgeschnitten und dann auf Reisbrettern ausgeklopft – uns war schon beim Fotografieren am Feld sehr heiß. Eine Knochenarbeit.



Gezaehlte 26 Arbeiter helfen bei der Reisernte. Alles haendisch...

Bei uns wuerde das eine Maeher in 20 Minutern erledigen

Bali Ausflug I

Eine Insel zum Bleiben.

(e) Wir wohnen in Kuta, wo sich anscheinend alle Touristen treffen. Es ist in der Nähe des Flughafens und ist für uns einwenig wie klein Mallorca. Unzählige Bars, Restaurants, Souvenir-Shops und von überall dröhnt laute Musik, um auf sich aufmerksam zu machen. Vielleicht werden wir alt aber wir empfinden es einfach als zu laut..

Im Unterschied zu Vietnam od. Kambodscha (um 5.00 Uhr waren alle auf den Beinen) beginnt hier das Leben erst um 9.30 Uhr. Für Arend ist das super!

Da das nicht wirklich Bali sein kann, haben wir uns ein Moped genommen und sind einige Tage damit herum gegurkt. Aber bevor wir das Moped bekommen haben, musste noch eine Zeremonie abgehalten werden, da das Moped neue Reifen bekommen hatte. Wir hatten vereinbart, dass wir das Moped um 9.00 Uhr abholen. Um 9.00 Uhr saß unser Vermieter über seiner Morgen-Zeitung und erklärte uns, dass das Moped noch nicht fertig sei. Ok – wie lange - na eine Stunde – wegen Zeremonie -die Reifen muessten eingeweiht werden. Und gegen eine Zeremonie kommt nichts an. Gedauert hat es bis 12.00 Uhr und unser Moped war bei der Abfahrt mit allem möglichen Blumenschmuck behängt. In Österreich gibt’s eine Versicherung – hier gibt’s Zeremonien, damit man sich gegen Unglück absichert.